Out of Ideas
Wir färben Fische!

Es war einmal wieder soweit. Die Kellergemeinde brach zu neuen Abenteuern auf. Für das anstehende Abenteuer lauften die drei extra ein großes Segelschiff, welches der legendären Flying Dutchman glich. Das restlich gesparte Geld gaben sie für Rum und Korn, Brot, Dosenfutter und Musik aus.

So kam es, dass sie eines Tages tatsächlich aus dem Hafen segelten und schon gegen Abend auf offener See waren. Es war warm und sie konnten auf Deck bleiben. Kama, Keller Yvi und Kiji  machten ein Feuerchen im Kessel, holten eine Flasche Rum für Kama und Kiji und eine große Flasche Korn für Keller-Yvi.

Man trank auf das beginnende Abenteuer und spekulierte darüber, welches Monster man wohl zuerst zu sehen bekommen würde. Kama und Keller-Yvi waren, nach einigen Schlücken ihres Getränkes, davon überzeugt in Kiji das erste Monster gesehen zu haben.

Kiji fühlte sich missverstanden und ausgeschlossen, denn sie hatte noch nicht genug getrunken, um den Stress der Vorbereitung zu vergessen und diesen kleinen, provokanten Scherz zu übersehen, zu ignorieren. So holte sie noch einen weiteren Hocker und erklärte den anderen beiden, dass sie jemanden mit an Bord gebracht habe. Friedrich war geboren. Sie erzählte Friedrich von ihrer ersten Seereise, die niemals statt fand. Erzählte von den pinkenen Fischen, die ihrem Schiff die ganze Reise über folgten.
Nachdem ihre aufregenden, erfundenen Erzählungen endeten, sprang Keller-Yvi auf, rannte an das Geländer und hielt nach pinkenen Fischen Ausschau. Da es schon dunkel war, konnte sie nichts mehr ausmachen.

Die drei und der imaginäre Friedrich beschlossen ins Keller-Bett zu gehen, welches sie mit großer Mühe auf das Schiff geschleppt hatten.

Gleich am nächsten Morgen waren Keller-Yvi und Kama auf den Beinen, um pinkene Fische zu suchen, welche sie einfärben wollten. Ihnen missfiel die pinkene Farbe. Kiji blieb währenddessen eng an Friedrich gekuschelt im Keller-Bett liegen. Nach vielen Stunden des Wartens auf pinkene Fische, beschlossen die beiden wachen Menschen einfach andere Fische einzufärben. Sie fischten ein paar heraus, ließen sie ins Becken an Bord und pinselten ein Fisch nach dem anderen an.
Eine Etage tiefer war Kiji nun aufgestanden und machte Frühstück. Sie schnitt für alle eine Scheibe Brot ab, malte darauf mit Zuckerglasur den Keller, legte eine Scheibe Käse, welche die Form von einem Herz hatte, darauf und stanzte aus Salatgurkenscheiben Totenköpfe, die sie in der Mitte des Brotes positionierte. Als sie mit ihrer Arbeit fertig war, drückte sie auf den Klingelknopf und sogleich erklang ein seltsamer Ausruf: „Futter ist fertig, ihr Luschen, wuff wau miau.“

Die Kellermenschen aßen und tranken und verbrachten den restlichen Tag mit trinken, singen, schlafen und Fische einfärben.

Nach nur zwei weiteren Tagen waren alle rundherum schwimmenden Fische rot, grün, schwarz oder violett. Die Farbe ging aus, genauso wie der Rum und das Korn. Es war Zeit wieder nach Hause zu fahren.

Zu Hause im Keller:

Sie waren nun schon wieder einige Tage bei ihrem Keller und bei ihrem geliebten Schloss und schauten Nachrichten. Eine Familientragödie, ein Erdrutsch, ein eingestürztes Geböude und eine Sensation: Meeresforscher haben entweder eine neue Art von Fischen entdeckt oder es ist eine seucheartige Krankheit, die sich in einem bestimmten Bereich ausgebreitet hat, ausgebrochen.

13.5.09 14:19
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de

© 2008 Free Template by MyBlog Layoutdealer. Design by Svenya - All rights reserved.